Leuchtturm-Projekt · »Deutscher Wind«

Die Klimaverantwortungs­steuer

Bestehende Klimaabgaben belasten den Endverbrauch — also jene, die am wenigsten Einfluss auf Produktions- und Lieferwege haben. Dieses Modell dreht die Logik um: Die Steuer trifft das freie Vermögen jener, die durch unternehmerische Entscheidungen den größten klimaschädlichen Hebel betätigen können — und belohnt, wer ihn in die richtige Richtung bewegt.

Rechne selbst

Verschieb die Regler. Sieh die Wirkung.

K-Score-Rechner Steuerlast = Freivermögen × Basissatz × [1 − (1−K) × 0,5]
100 Mio €10 Mrd €
0,1 — vorbildlich1,5 — schwerer Verstoß

Der Basissatz richtet sich nach der Vermögenshöhe (0,5 – 2,0 %). Der K-Score senkt die Last um bis zu 45 % — oder erhöht sie um bis zu 25 %.

5 Mio € / Jahr
Jährliche Steuerlast
Basissatz1,0 %
Effektivsatz nach K1,0 %
Wirkung des K-Scores−0 %
Zinsertrag (2,5 %)gedeckt nach … Monaten

Selbst die höchste Last ist durch Zinserträge in wenigen Monaten gedeckt. Niemand wird durch diese Steuer ärmer — sie greift an einem kleinen Anteil des freien Vermögens, nie am operativen Geschäft.

Der Koeffizient K

Drei Schichten bestimmen, was jemand zahlt.

Schicht 1 · Ausgangswert

K nach Branche

Objektiv und nicht verhandelbar, basierend auf der Emissionsintensität der Kernbranche (EXIOBASE / EDGAR). Von 0,1 für Erneuerbare bis 1,5 für Kohle, Öl & Gas.

Schicht 2 · Mitigationen

K senken durch Handeln

100 % Erneuerbare, elektrifizierte Flotte, auditierte Lieferkette, Investitionen in Klimaforschung — jede geprüfte Maßnahme senkt K. Selbstauskunft reicht nicht; es braucht ein Audit.

Schicht 3 · Mali

K steigt durch Fehlverhalten

Nachgewiesenes Greenwashing, Lobbying gegen Klimaregulierung, Verlagerung in Niedrigstandard-Länder oder Weitergabe der Steuer an Kunden erhöhen K.

Zweckbindung der Einnahmen

Jeder Euro hat eine Bestimmung.

Zweckbindung ist Voraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz. Deshalb ist von Anfang an festgelegt, wohin die Mittel fließen.

50%
Klimatransformationsfonds — Subventionen für KMU-Umrüstung
30%
Internationale Klimaschäden (Loss & Damage)
20%
Forschung: klimaneutrale Antriebe, Baustoffe, Produktion
Was die Steuer nicht berührt

Das operative Geschäft bleibt unangetastet.

  • Gehälter, Löhne und Arbeitsplätze — nicht berührt.
  • Produktionskosten und Lieferketten — nicht berührt.
  • Betriebsnotwendiges Kapital, Cashflow, operative Gewinne — nicht berührt.
  • Nur das freie Vermögen über 100 Mio € — 0,5 bis 2 % pro Jahr.

Die 99 % des Vermögens, die weiterhin arbeiten, erwirtschaften weiter Geld.

Globalisierungsausgleich · ForK-Score

„Dann gehen die alle ins Ausland“ — drei Fälle, nur einer zählt.

Szenario A

Eigentümer zieht weg, Firma bleibt

Das Unternehmen sitzt in Deutschland und zahlt in Deutschland — wie heute die Körperschaftsteuer. Handlungsbedarf: keiner.

Szenario B

Neugründung im Ausland

Wer anderswo neu aufbaut, unterliegt dem dortigen Recht. Das ist unternehmerische Freiheit — und ausdrücklich nicht das Ziel der Steuer.

Szenario C · greift

Aktive Verlagerung ins Ausland

Wer ein in Deutschland aufgebautes Unternehmen ins Ausland transferiert, hinterlässt eine Klimaschuld. Diese bleibt hier — und wird über die GAA fair abgerechnet, gewichtet nach dem Klimaprofil des Ziellandes.

Wer nach Dänemark zieht, zahlt weniger als wer nach Texas zieht — keine Strafe für die Entscheidung, sondern die Konsequenz der Klimabilanz des Ziellandes. So entsteht zusätzlicher Druck auf andere Länder, ihre Standards anzuheben.

Das Prinzip hinter allem.

Kein Verzicht durch Verbote — anteilige Verantwortung durch Anreize. Das Modell bestraft nicht den Konsum, sondern die Entscheidungsmacht.

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